Dezember 2017
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Köln ist anders!

Da habe ich wohl geirrt.

Köln war ganz anders, als ich es erwartet hatte. Mal davon abgesehen, dass unsere Zebras souverän gewonnn haben, war es auch sonst ein schönes Stadionerlebnis.

Aber von vorn: Wir hatten uns verabredet, Freunde aus Köln (beides FC-Fans) und ich aus dem Ruhrpott. Normaler Tribünenplatz, also mittendrin und dabei.  „Bitte nicht in blau-weiß“ haben sie gesagt, „wer weiß, was sonst passiert!“  Also verschämt die blaue Mütze zunächst in der Jackentasche.

Die Anreise war etwas schwierig. Um 16.00 Uhr los, man will ja pünktlich sein. Und weil der Berufsverkehr in Köln bekannt ist, mit der Bahn. Man will ja pünktlich sein. Der Zug war „sardinenbüchsenvoll“. Einer schreit dir links ins Ohr, einer rechts. Das geht ja in Ordnung, ist halt ein Fan-Ausflug. Aber dann gibt es da welche, die donnern unaufhörlich mit der Hand gegen Wände und Decken. Für Verhaltensforscher ist das bestimmt interessant. Ich kannte das bisher nur aus dem Zoo.

In Leverkusen war erst mal Pause – aber die Bahn war nicht schuld. In Köln liefen verirrte Zebras über die Schienen. Die haben wohl nicht gewußt, dass es auch in Köln einen Bahnhof gibt (sogar mehrere, wie sich später herausstellte) und sorgten jetzt dafür, dass der Rest der Herde zu spät dran war. Denn wir fuhren nun nach Ehrenfeld- in Begleitung von sehr freundlichen jungen Männern in Uniform.

Dort angekommen … alle schnell raus … war ja schon spät! Empfangen wurden wir von weiteren Uniformierten. Alle waren wirklich sehr freundlich, Stimmung also immer noch gut. Wir wurden dann durch Ehrenfeld eskortiert – das war wie früher bei unseren Studenten-Demos in Berlin, nur irgendwie netter, freundlicher. Der lange Fußweg war nicht gut für mein Knie. Wahrscheinlich Abnutzung aus alten Fußballertagen. Jeder, der einmal auf richtigen Fußballplätzen gebolzt hat – also rote oder schwarze Asche – weiß wovon ich rede (bzw. schreibe).

Das haben die in Köln wohl gemerkt, denn die letzten Kilometer konnten wir mit der Straßenbahn fahren. Dann rein ins Stadion und wir waren auch fast schon oben, als das erste Tor fiel. Wir konnten die Wiederholung auf dem Monitor sehen!

Der erste Eindruck vom Stadion: Nicht ganz so schick wie Düsseldorf, also angenehm, sehr viel angenehmer. Man fühlt sich da wohl, fast so wie zu Hause in der eigenen Arena. Um mich herum alles rot-weiße Kölner (kann einem in Köln ja mal passieren).  Deshalb habe ich sehr höflich gefragt, ob es jemanden stören würde, wenn ich angesichts des Spielstandes meine blaue Mütze aufsetzen würde. Anders, als erwartet, lachten alle und waren sehr  freundlich. Der MSV spielte genial, der FC eher so, wie der MSV in der letzten Saison. Es gab genug Gesprächsstoff und man könnte fast in Abwandlung eines alten Film-Zitats sagen: Ich glaube, das ist der Beginn einer langen Freundschaft.

Der FC und die dazugehörigen Fans gehörten bisher für mich zu den „Unaussprechlichen“, wie z.B. Sch….! Aber es wurde ein schöner Fußballabend: Freundliche Polizisten, schönes Stadion, nette Fans und ein grandioser Sieg der Zebras…..und ein dickes Knie bei eurem humpelnden

RolfdasZebra.

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