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Warum ist die Arena nicht voll?

Ein Erklärungsversuch.

Mehr kann es nicht sein, weil es ein sehr komplexes Thema ist.  Derzeit wird aufgrund eines Artikels in der WAZ in Kommentaren und Beiträgen mit zahlreicher Beteiligung danach geforscht, welches die Gründe für den unzureichenden Besuch in der Arena sind.

Viele gute Gründe werden genannt, aber sie sind vordergründig und treffen nicht das Übel an der Wurzel. Aus meiner Erfahrung gibt es ein grundsätzliches Problem in Duisburg: Die (nicht-) Identifikation mit der eigenen Stadt.

Da ich in Berlin geboren bin, kenne ich so etwas aus meiner Jugend nicht. Wir waren eben Berliner und damit „an sich“ schon mal richtig gut. Ähnliches habe ich in Duisburg (seit 1979 lebe ich hier in der Region) nie gehört. Eher das Gegenteil: „In Duisburg wird sich nie ‚was positives entwickeln“, „Duisburg ist eben keine richtige Großstadt“ und ähnliches war oft zu hören.

Meine Güte, liebe Duisburger: Seid doch stolz auf eure Stadt. Es ist die elftgrößte Stadt in Deutschland, es ist viel erreicht worden, die Stadt ist sehr viel schöner und interessanter geworden, man kann dort einkaufen, bummeln, Kultur genießen, Freizeit verbringen,  es wird viel gearbeitet und geschaffen und es gibt freundliche, offene Menschen dort. Alles Dinge, die in anderen Städten, die vielleicht nur eine nette Kirche haben, nicht so komplex zu finden sind.

„Mir san mir“, sagen die Münchner. „Wir sind halt nur eine unbedeutende Arbeiterstadt“ sagen die Duisburger.

Seht es doch mal so: „Wir sind die Arbeiterstadt, die Stahlstadt, die Hafenstadt, wir sind die Niederrhein-Metropole, mit einem Wort: Wir sind Duisburg!

Wie heißt es in unserer Hymne? „Für die Zukunft kämpfen, das ist für uns normal.“  Kaum ein anderer Satz zeigt so gut, was typisch ist für Duisburg. Das müssen wir anderen vermitteln und selbstbewußt vertreten.

Auf den MSV übertragen heißt das, nicht Böller von irgendwelchen Hohlköpfen sind wichtig, sondern Selbstbewußsein. Nicht verzagen, wenn die Mannschaft mal verliert, sondern weiter hingehen.

Und nicht vergessen, Freunde, Nachbarn und Kollegen zu überzeugen, dass es in der MSV-Arena doch am schönsten ist.

Und wenn der MSV sich auch mal in der Nachbarschaft sehen läßt, könnte man auch die 250.000 potentiellen MSV-Fans vom Niederrhein einbeziehen. Es gäbe doch so viele einfache Aktionen des Vereins, um hier neue Freunde zu gewinnen, die dann nicht mehr bis Gladbach oder Schlacke fahren müßten.

Gegen Cottbus also raus aus den Löchern, freundlich die Ossis im Stadion begrüßen und mit einer Niederlage freundlich wieder nach Hause schicken.

Und dann nach Berlin und denen zeigen, was es heißt „für die Zukunft kämpfen“!

Man sieht sich in der Arena,

RolfdasZebra

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